5 Min. Lesezeit Stefan

Bewerbungsfoto: Format, Größe (4,5 × 6 cm) und Beispiele

Bewerbungsfoto: Format, Größe (4,5 × 6 cm) und Beispiele

TL;DR: Das übliche Bewerbungsfoto-Format ist 4,5 × 6 cm im Hochformat, digital mindestens 531 × 709 Pixel bei 300 dpi. Eine verbindliche Norm gibt es nicht: 4 × 5 cm ist genauso verbreitet, auf dem Deckblatt darf es größer sein. Zu sehen sind Kopf und Schultern vor hellem, ruhigem Hintergrund. Pflicht ist das Foto seit dem AGG (2006) nicht mehr, in Deutschland aber weiterhin üblich.

Das nehmen Sie mit:

  • Format und Größe: 4,5 × 6 cm bzw. 4 × 5 cm, dazu die passende Pixelzahl
  • Wie ein professionelles Bewerbungsfoto aussieht (Ausschnitt, Licht, Kleidung)
  • Wo das Foto im Lebenslauf hingehört
  • Was die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt und wovon sie abrät
  • In welchen Ländern Sie das Foto besser weglassen

Mit ResuFit lässt sich das Foto in jeder Lebenslauf-Vorlage ein- und ausschalten. So verschicken Sie denselben Lebenslauf mit Foto nach Deutschland und ohne Foto in die USA.

Welches Format hat ein Bewerbungsfoto?

Eine DIN-Norm für Bewerbungsfotos existiert nicht. In der Praxis haben sich diese Größen durchgesetzt:

VerwendungÜbliche GrößePixel bei 300 dpi
Lebenslauf (Standard)4,5 × 6 cm531 × 709 px
Lebenslauf (kompakt)4 × 5 cm472 × 591 px
Deckblattbis etwa 6 × 9 cm709 × 1063 px
Zum Vergleich: biometrisches Passbild3,5 × 4,5 cm413 × 531 px

Die Pixelwerte sind reine Umrechnung (Zentimeter ÷ 2,54 × 300) und nennen die Mindestauflösung für einen scharfen Druck. Ein größeres Original schadet nicht. Speichern Sie das Foto als JPG oder PNG.

Kurz für die Online-Bewerbung: Hochformat im Seitenverhältnis 3:4 zuschneiden, mindestens 531 × 709 Pixel exportieren, die Vorlage erledigt den Rest. Viele Bewerbungsportale verlangen das Foto zusätzlich als eigene Datei, dann gilt dasselbe Format.

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Ist ein Bewerbungsfoto Pflicht?

Nein. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006 soll Benachteiligungen etwa wegen Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft verhindern, deshalb dürfen Arbeitgeber kein Foto verlangen. Die Bundesagentur für Arbeit formuliert es so: Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht mehr, in vielen Branchen aber weiterhin üblich.

Wer ein Foto mitschickt, sollte es gut machen. Wer keines hat, verliert rechtlich nichts. Ob es in Ihrer Branche erwartet wird, zeigt oft ein Blick auf Lebenslauf-Beispiele aus Ihrem Feld.

Wie sieht ein professionelles Bewerbungsfoto aus?

Die Bundesagentur für Arbeit rät in ihrem Lebenslauf-Leitfaden zum Fotostudio und ausdrücklich ab von Passfotos, Urlaubsbildern, Ganzkörperfotos und Selfies. Darüber hinaus gilt:

  1. Ausschnitt: Kopf und Schultern im Hochformat. Weder Ganzkörper noch extremer Gesichtsausschnitt.
  2. Hintergrund: hell und ruhig (weiß, hellgrau, zartes Blau), ohne Muster.
  3. Licht: gleichmäßig von vorn, ohne harte Schatten unter den Augen.
  4. Kleidung: so, wie Sie zum Vorstellungsgespräch in dieser Branche gehen würden. Einfarbige Stoffe wirken ruhiger als Muster.
  5. Ausdruck: Blick in die Kamera, natürliches Lächeln.
  6. Bearbeitung: Helligkeit, Kontrast und ein bereinigter Hintergrund sind in Ordnung. Filter und Gesichtsretusche nicht.

Fotostudio oder selbst fotografieren?

Ein Fotograf mit Erfahrung in Bewerbungsfotos kümmert sich um Licht und Haltung. Die Preise unterscheiden sich stark nach Region und Paket, vergleichen Sie deshalb vorab. Selbst fotografieren funktioniert, wenn eine zweite Person die Kamera auf Augenhöhe hält und Sie mit dem Gesicht zu einem Fenster stehen. Ein Stativ verhindert Verwackeln.

Für Studenten gelten dieselben Regeln, auch wenn die Erwartungen an die Kleidung oft etwas lockerer sind.

Wo kommt das Foto im Lebenslauf hin?

  • Lebenslauf: oben, meist rechts neben den persönlichen Daten. So beschreibt es auch die Bundesagentur für Arbeit.
  • Deckblatt: Wenn Sie eines verwenden, gehört das Foto dorthin statt in den Lebenslauf.
  • Anschreiben: kein Foto.
  • Blickrichtung: Bei seitlicher Haltung schauen Sie zum Text hin, nicht aus der Seite heraus.

Ein gutes Lebenslauf-Template sieht den Platz für das Foto bereits vor. Achten Sie darauf, dass es zum Design Ihres Lebenslaufs passt. Für kreative Berufe bieten künstlerische Lebenslauf-Vorlagen mehr Spielraum.

In welchen Ländern lässt man das Foto weg?

LandFoto im Lebenslauf?
Deutschland, Österreich, Schweizfreiwillig, aber verbreitet
Frankreich, Spanien, Italienverbreitet, freiwillig
USA, Kanadaweglassen: Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC schreibt, Arbeitgeber sollten kein Foto anfordern
Großbritannien, Irland, Australienin der Regel weglassen

Mehr Details pro Land finden Sie im Leitfaden zu Lebenslauf-Foto-Standards nach Ländern.

Welche Fehler sollten Sie beim Bewerbungsfoto vermeiden?

  1. Selfies und Urlaubsfotos: wirken privat, nicht professionell.
  2. Ausgeschnittene Gruppenbilder: eine fremde Schulter am Rand verrät sie.
  3. Veraltete Fotos: Sie sollten beim Gespräch wiedererkannt werden.
  4. Starke Filter: wirken künstlich.
  5. Verzerrte Proportionen: ein Querformat in einen Hochformat-Rahmen zu ziehen, verformt das Gesicht.
  6. Zu kleine Fotos: unter etwa 4 cm Breite gehen Details verloren.

Das Foto ist nur ein visuelles Element unter mehreren: weitere visuelle Elemente im Lebenslauf wie Icons oder Farbakzente folgen eigenen Regeln, und moderne Lebenslauf-Designs zeigen, wie alles zusammenpasst.

Wie ResuFit mit Bewerbungsfotos umgeht

ResuFit passt Ihren Lebenslauf an eine konkrete Stellenanzeige an. Jede Vorlage hat einen Schalter Foto einschließen, damit derselbe Lebenslauf je nach Land mit oder ohne Foto rausgeht. Aus einem hochgeladenen Foto kann ResuFit außerdem ein KI-Bewerbungsfoto erzeugen; im kostenlosen Plan ist eine Generierung enthalten, angezeigt mit Wasserzeichen.

Erstellen und Vorschau eines angepassten Lebenslaufs sind kostenlos, den vollständigen PDF-Download gibt es mit Pro. Lebenslauf mit ResuFit erstellen.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Format hat ein Bewerbungsfoto?

Eine Norm gibt es nicht. Üblich ist ein Hochformat von 4,5 × 6 cm oder etwas kleiner 4 × 5 cm im Lebenslauf. Auf einem Deckblatt darf das Foto größer sein, bis etwa 6 × 9 cm. Das biometrische Passbildformat (3,5 × 4,5 cm) wirkt im Lebenslauf eher klein.

Wie viele Pixel braucht ein Bewerbungsfoto?

Für ein scharfes Foto bei 300 dpi braucht ein Bild von 4,5 × 6 cm mindestens 531 × 709 Pixel, eines von 4 × 5 cm mindestens 472 × 591 Pixel. Größere Originale sind kein Problem, die Vorlage skaliert sie herunter. Als Dateiformat eignen sich JPG oder PNG.

Ist ein Bewerbungsfoto Pflicht?

Nein. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006 dürfen Arbeitgeber kein Foto verlangen. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt, ein Bewerbungsfoto sei kein Muss mehr, in vielen Branchen aber weiterhin üblich.

Wo kommt das Bewerbungsfoto hin?

Oben in den Lebenslauf, meist rechts neben die persönlichen Daten, oder auf ein Deckblatt, falls Sie eines verwenden. So empfiehlt es auch die Bundesagentur für Arbeit. Ins Anschreiben gehört kein Foto.

Darf ich ein Passfoto als Bewerbungsfoto nehmen?

Besser nicht. Die Bundesagentur für Arbeit rät ausdrücklich von Passfotos, Urlaubsbildern, Ganzkörperfotos und Selfies ab. Ein Bewerbungsfoto zeigt Kopf und Schultern mit natürlichem Ausdruck, ein biometrisches Passbild wirkt dagegen steif.

Welcher Hintergrund ist für ein Bewerbungsfoto am besten?

Ein ruhiger, heller Hintergrund: weiß, hellgrau oder ein zartes Blau. Muster, Räume und Pflanzen im Hintergrund lenken ab.

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